Kino: „Thor – Tag der Entscheidung“ (2017)

6 Nov

Kleiner Saal im örtlichen Lichtspielhaus; mit voller Absicht nicht als 3D im überregionalen Multiplex (denn dessen 3D ist, wie ich bereits mehrfach anmerkte, Sche…müll. Nennen wir es Schemüll.) Aber zurück zum Film:

„Thor – Tag der Entscheidung“ (2017)

http://www.imdb.com/title/tt3501632/

Zwei Dinge:

a) Schräg! Finde ich einerseits super. Ein vollkommener Stil-Bruch zu seinen beiden Vorgängern, ein quietschbunter Krachwumm-Krawall-Blumenstrauß mit vielen Leuten (Jeff Goldblum!), die so richtig Spaß hatten. Episch inszenierte Momente in Ultra-Zeitlupe, dann wieder sportliche Witzchen, ironische Brechungen in unerwarteten Momenten, ein Soundtrack wie aus den Tiefen der Achtziger, Kostüme und Bauten verneigen sich teilweise bis zum Boden vor Luc Bessons „Fünftem Element“, und viel Akzent-Musik im Daft-Punk-Style dazu … einfach vom ersten Moment an Vollgas und alle die Arme hoooooch! In den Looping! Freihändig!

b) Hmmmm. Siehe oben: Reinstes Popcorn, sonst nichts. Das ist im Rahmen seine Vorgänger eben auch völlig unerwartet. So ähnlich wie die Spaß-Tour bei „Guardians of the Galaxy“ unerwartet war, aber bei „Thor“ kollidiert es eben etwas mit den anderen Puzzle-Stücken, die das recht ehrgeizige Projekt des „Cinematic Universe“ aufbauen, weil es zu seinen anderen Teilen nicht so ganz passen will. Die Figuren bleiben diesmal notgedrungen blass bzw. distanziert, weil sie alle paar Augenblicke einen humorigen Spruch loslassen. Ernst ist hier keiner. Das nimmt natürlich den Druck bzw. die Fallhöhe, wenn es alle machen. Vor lauter Ironie sind Drama und Spannung unten ’raus gefallen.

Aber als Mund-zu-Augen-auf Popcorn jedenfalls epochal. Kommt auf die Blu-ray-3D-Vorbestell-Liste. Definitiv.

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