Diesmal ist die Versuchung schon stark: Mit freidrehenden Benzinpreisen, freidrehender Weltpolitik und einer substantiellen möglichen Förderung scheint die Ergänzung des Fuhrparks um einen vierrädrigen Pendel-Klops eine Überlegung wert. Dazu noch eine einstündige Gratis-Präsentation des Fahrzeugs vor Ort mit Probefahrt?
Ursprünglich hatte ich einen Elektroroller im Blick, weil der noch weniger verbraucht. Allerdings ist ein Zweirad definitiv kein Spaß im Winter, oder bei Regen, auch wenn mein Pendlerprofil mit 20 km am Tag durch überwiegend städtisches Gelände sich für jede Art von Elektrik anbietet. Und die 45 km/h juristische Spaß- und Flussbremse für Zweirad unter Autoführerschein ist keine Ermunterung, auch wenn der E-Roller „Falcon 3400“ schon nach Freiluft-Fun aussah.
Auftritt Newsletter: ein Elektro-Fahrzeug-Anbieter präsentiert einen City-Zweisitzer, der bis 90 km/h geht, mit Führerscheinklasse B und für 10.000€? Mindestens interessant. Und eine Ausstattung mit Klima und Heizung, Airbags, ABS, was man sonst heutzutage braucht? Auch die Option, statt als Leichtkraft als (dann förderfähiges) E-Kfz anmelden zu lassen, was den Preis in meinem Fall halbieren würde.
Nach Terminvereinbarung steht dann auch ein freundlicher, engagierter Mitarbeiter auf dem Parkplatz, und auf dem Anhänger wartet der Wuling Mini EV 3 bzw. Ari Bruni. Fahrzeug-Rundgang, was macht was, wo ist was, Ersteinweisung. Sieht alles sehr nach herkömmlichem Auto aus. Dann endlich Zeit für die Solo-Runde. Die Zeitspanne reicht problemlos aus, um meine Pendelstrecke live zu testen. Und was soll ich sagen? Es fährt sich mindestens so sportlich wie mein alter Citroen Berlingo, für einen Bruchteil der Betriebskosten und erheblich leiser. Die Versuchung, gleich irgendwas zu unterschreiben, war beachtlich. Neuwagen-Neurose vermutlich?
Zeit, konkreter alles durchzurechnen, auch mal die Versicherung zu fragen, die mit dem Hersteller erstmal nichts anfangen kann, aber als „Generisch Elektrisch Klein“ doch bereit wäre. Noch ein paar Blicke ins Zubehör, was macht noch Sinn, was macht Komfort ohne gleich das Budget zu reißen? Schließlich das konkrete Angebot, um die 12.000 €, überschlagsweise. Wenn der Preis nicht ohne Mehrwertsteuer wäre. Hm. Klar, üblicherweise kaufen dort Firmen ein, da lebt man das Netto. Nach Steuer und mit ein paar Ergänzungen sind wir dann schon bei 14.800 € plus Lieferung, und nach Abzug Förderung immer noch fast 10.000 €.
Nachtrag 7/2026: Ein Super-Sonderangebot eines anderen Anbieters für das annähernd gleiche Fahrzeug, ohne Wunschausstattung (Lagerndes Modell für 10.000 € inkl. MwSt. = 5.000 € nach Förderung) habe ich verpasst. Detailfragen an den Händler wegen möglichem Wunsch-Zubehör sind im Moment noch in der Schwebe. Regelpreis dort inkl. MwSt. 11.000 €.
