Viel Theater und Ei, Fon?

6 Sep

Nach einiger Zeit (hüstel) habe ich letztes Wochenende endlich das Video vom vorjährigen Mantler Bauerntheater für die Schauspieler fertig geschnitten und auf DVDs gebrannt. Dabei kam zum ersten Mal die Free-Version von davinci Resolve zum Einsatz. Braucht zwar etwas Umgewöhnung nach all den Jahren die ich mit dem jetzt leider nicht mehr MacOS-kompatiblem Final Cut Pro verbracht habe, aber es bietet auch in der Gratis-Version alles was ich brauche um zwischen zwei Videospuren (Bühnen-Totale und Detail auf nachgeführte Darsteller) hin und her zu schneiden und dann drei Akte mit 3+ Stunden Laufzeit auf DVD packen zu können. Auch hier brauchte ich eine neue Software, da nichts aus dem Final Cut Pro 2 Paket mehr auf meinem aktuellen Rechner läuft - also auch nicht der Encoder oder DVD Studio. Ersatz kommt hier vom Open-Source-Projekt „DVD Styler“, das sich wie eine etwas komplexere Variante von iDVD anfühlt, nur basierend auf FFmpeg und cross-platform für Mac, Windows und Linux. Erfreulich.

Insgesamt war die Qualität OK, aber eben auf dem Stand einer Full-HD-Kamera von vor 10 Jahren. Auf der Suche nach einer Steigerung bin ich bei einigen Beispiel-Videos in 4K gelandet, die mit dem iPhone aufgenommen wurden. Und in der Refurbished-Ecke tat sich dann ein sehr günstiges Schnäppchen von 2017 auf: ein iPhone SE mit 128 GB Speicher und Taschen- und Stativ-freundlichen 4 Zoll. Alles mit 5+ Zoll passt nämlich nicht so richtig in meinen stabilisierten Kamera-Handgriff. Und mit iOS funktioniert auch endlich die Software-Steuerung durch den Gimbal richtig. Bisher war keines meiner Android-Fone damit so 100% kompatibel … jetzt geht endlich Fokus-Ziehen und/oder Belichtungskorrektur so wie’s sein sollte.

Kleines Fon, nicht so schön zum Tippen aber leichter zum Filmen …

Als reine Kamera habe ich jetzt also endlich ein Gerät, das 10+ Stunden in FullHD aufnehmen kann, und mit mehr Bildschärfe als bisher (weil ja eigentlich 4K, aber ich denke das werde ich nicht so oft brauchen). Weil die Apple-eigene Kamera-App einiges an Optionen (z.B. die 25fps für europäische Videonorm) nicht bereit stellt, kam dann noch eine 3,50 Euro "Pro Movie" App obendrauf, und die erste 90-minütige Testaufnahme am Stück (1080p25, ca. 15 GB) war auch schon erfolgreich.

Und obwohl refurbished (also ein Leasing-Gebrauchtgerät mit Garantie) war das Fon tatsächlich komplett un-verschrammt, zumindest bis ich es gestern auf die Pflastersteine im Hof fallen ließ (natürlich noch ohne Bumper). 😖

Der kleine Krater mit Zacken, der danach im Rahmen war, ließ sich mit Feile und Schleifpapier zumindest fingerfreundlich abtragen, aber für den nächsten Draußen-Einsatz kommt besser noch ein Kantenschoner ans Gehäuse.

Uppsi. (Mist … )

Was die Kamera alles kann außer 4K und/oder FullHD in Hochauflösend hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Allein schon die Zeitlupen-Funktion mit 240 Bildern/Sekunde (bei verringerter Auflösung von 720p) weckt da den Test- und Bastel-Drang in mir.

Schnell mal auf dem Parkplatz eine Schwebfliege erwischt.
„Stecker fallen lassen! Aber gaaanz langsam!“

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