Österliches Drei-D-Drucker-Vereiern

12 Apr

Weil’s doch weniger teuer war als ich dachte, leistete ich mir für knapp 13 Euro einen automatischen Sensor für den 3D-Drucker. Der soll vor jedem Druck die Oberfläche abfahren, etwaige Beulen und Unebenheiten erfassen und dann gegensteuern.

3DTouch-Sensor am 3D-Drucker
So sieht das dann aus.

Und das funktioniert auch recht gut; zumindest bei den Testläufen. Steuercode „G28“ fährt die drei Achsen auf Nullposition, und Steuercode „G29“ fährt 5x5 Testpunkte auf dem Druckbett an. Und wenn ich dann per Handsteuerung den Druckkopf auf Z-Null bewege und über das Bett steuere, hält er auch tatsächlich den Abstand.

Außer natürlich, wenn ich dann einen Druckvorgang starte. Aus „Gründen“ ist dann der Abstand von der Düse zum Druckbett immer zu hoch, das Filament klebt nicht an sondern knotet sich um die Düse, und ich muss von Hand nachsteuern. Typischerweise von 0,85 auf 1,1 mm. Versuche ich, das über die Justierung „Abstand Düse zu Sensorpunkt“ zu beheben, ist es egal wie die Vorgabe ist immer falsch. Bzw. bleibt zu hoch. Und ja, mit „M420“ meldet der Drucker „Leveling ist EIN“.

Grrr.

Über den Karsamstag habe ich grob alle Stunde eine neue Firmware in den Drucker gespielt und jetzt einen kleinen Haufen von Testdrucken (Haken, die ich wenigstens für Werkzeug und Kabel verwenden kann … ), ohne irgend einen substantiellen Erfolg zeigen zu können.

Nicht zielführend war:

  • Erhöhen oder Verringern des Probe-Z-Offsets
  • Anstelle von Testen in der Bett-Mitte dort den Startpunkt zu messen, wo dann auch der erste Tastpunkt beim G29-Matrixmessen erfolgt
  • Löschen und/oder Speichern von Voreinstellungen
  • Wechseln zwischen ABL (Auto-Bilinear) und UBL (Unified Bed Leveling)
  • Z-Offset im GCode vom Slicer zu überschreiben
  • Mit und ohne Bett-Heizung zu messen

Das Frustrierende ist dabei, dass mit passendem Offset und beim manuellen Herumfahren es ganz zweifelsohne geht. Aber in dem Moment wo der Druck beginnt ist es alles wieder für’s Licht.

Nachdem sich dort irgend eine Macke wohl in der Software befinden muss, habe ich nun von meiner vorherigen Version (2.0.x vom Dezember) auf die neueste (4 Tage alte) Marlin 2.0.5.3 vom April gewechselt; ich hoffe dass das dort behoben ist. Aber das werde ich erst morgen früh ausprobieren. Beim manuellen Herumfahren jedenfalls geht es immer noch.

Ach ja, und aktuell versuche ich auch mit der Slider-Einstellung „Überlappung Infill vs. Rand“ die sporadisch auftretenden Lücken an diesen Stellen zu vermeiden. Mit 0,1 mm Überlappung sieht’s schon ganz gut aus. Und der neue Bowdenzug-Klemmer mit viel mehr Sandpapier und gerader An- und Absteck-Option ohne Verdrehen ist ein weiteres Stück Leuchtgrün am Drucker:

Bowdenzug-Verankerung
Supergrün!

 

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