Ganz organisch abwägen

2 Nov

Der Wägebalken hat nun seine ordentliche Boden- und Deckelplatte, und nach ein bisschen Arduino-Tipperei kennt die Software nun Tara beim Einschalten oder per Knopf.

Nebenbei lötete ich gestern die zwei weiteren Wägebalken im Lager (5 und 20 kg) schon mal an ihre Verstärker; die gehören sowieso zusammen. Ich folge dem bisherigen Schema: Weiß auf A+, Grün auf A-. Sagt ja die Beschreibung. Allerdings brauche ich beim Auswerten der Messungen ein „Minus Eins“, weil die Zahlenwerte weniger werden, je mehr Gewicht dazu kommt. Vielleicht ist nur das verwendete Modell verkehrt herum bestückt worden beim Hersteller? Egal. Ist ja mehr oder weniger symmetrisch. 

Nachdem ich die anderen Komponenten testhalber angeschlossen habe, zeigen sie alle das gleiche Verhalten. Das stört mich auf grundlegende Weise. Eine Waage sollte kein „Mal Minus Eins“ brauchen, finde ich. Nochmal nachsuchen bei der Produktbeschreibung des Verstärkers ergibt „Tja, wenn’s in die falsche Richtung geht, tauschen Sie einfach Weiß und Grün.“ Oh. Sehr hilfreich. Und muss der aufgeklebte Pfeil am Alu-Stab eigentlich nach unten (in Kraftrichtung) oder nach oben zeigen?

Nochmal-nochmal nachsuchen führt zur Produktbeschreibung eines Wägezellen-Herstellers. Dort steht: „Ja, die Balken sind unempfindlich gegen Querlasten und nicht-mittige Gewichtsverteilung, und symmetrisch zwischen Oben und Unten. Weiß ist Minus, und Grün ist Plus.

Ach.

Ach was.

Na gut, fangen wir mit dem ersten Modul nochmal an. Der Heißkleber lässt sich zwar schön abpulen von der Platine, aber die Hoffnung, elegant das dünne Kabel freischneiden zu können, geht schnell dahin. Isolierung und Kleber lieben sich heiß und innig. Also das verkleisterte Ende abschneiden, den Papp-Klumpen abziehen (die Isolierung der Drahtstummeln nimmt er gleich mit), die Litzen-Reste ablöten, die Drahtenden wieder abisolieren, frisch anlöten und neu abkleben. Und die Software anpassen (bzw. das „Minus“ aus der Umrechnungs-Formel). Jetzt zählt alles vom Verstärker bis zur Software endlich ohne Trickserei durchgehend nach oben wenn sich das Gewicht erhöht.

Ach, wenn wir schon dabei sind, dann gleich noch ein OLED ins Paket. Im Gesamtkonzept ist das sowieso hilfreich.

Die Kabelknäuel werden schon wieder undurchsichtig …
Die Kabelknäuel werden schon wieder undurchsichtig …

Für die weiteren Ausbauschritte fehlen jetzt noch:

  • 12 Volt Stromversorgung für die Luftventile
  • Die Luftventile selber (und die Freilauf-Dioden dafür)
  • Leistungstransistoren für die Luftventile
  • ein I2C-zu-Parallel-Chip für die Leistungstransistoren
  • ein Step-Down-Wandler um aus den 12 Volt 4 Volt für den Wemos zu machen
  • und die Software

Die Software sollte leisten:

  • 3 Sekunden nach dem Einschalten nachsehen, ob ein Konfigurator-Knopf (der auch als Tara/Quittungsknopf dient) gehalten ist
  • Wenn ja:
    1. Access Point aufmachen
    2. Passende Nachricht / Kurzanleitung auf dem OLED anzeigen
    3. Website anbieten mit HTML-Javascript-Bedienoberfläche
    4. Umgebung scannen und die gefundenen WLANs anbieten zum Verbinden.
    5. Auswahl/Passwort entgegennehmen (JSON) und speichern
    6. dann Reset
  • im Normalbetrieb:
    • sich mit dem gespeicherten WLAN verbinden
    • auf dem OLED die IP-Adresse anzeigen
    • Website mit Javascript bereitstellen? Vielleicht zur Info/Deko? Mal sehen.
    • auf JSON warten: Tabelle von Schritten „Menge für Flasche/Ventilkanal“ annehmen und ausführen
    • dabei auf „Flasche leer“ reagieren und Pause machen (wenn für X Sekunden kein Gewicht zunimmt obwohl das Ventil ein ist, sollte das ein brauchbares Zeichen sein).

Aber das ist schon etwas für viel, viel später …

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