Idee: Indirekter Mixbot

30 Okt

Das schon vor einiger Zeit aufgenommene Projekt „Getränkemixroboter“ für Mr. J trat in letzter Zeit etwas auf der Stelle. Mittlerweile sind zwar schon ein paar Zahnräder und Zahnriemen sowie Schrittmotoren mit Treiber vorhanden, aber einfach nur ein Ding das Gläser hin und her fährt bringt’s nicht.

Es gibt zwar auch betriebsfähige Modelle online (Barbot, Robotic Drink Mixer und viele andere), aber entweder die Getränke durch die Ventile zu jagen oder je Flasche eine Pumpe einzuplanen macht a) viel Geld aus, und b) viel Dreck aus, wenn man nach jedem Einsatz alle Schläuche und Ventile spülen oder putzen muss (oder vielleicht gar nicht ganz sauber bekommt).

Heute dann der Geistesblitz: Nachdem wir sowieso eine Wiege-Vorrichtung unter das Glas platzieren wollen und die Flüssigkeitsmenge über das Gewicht in Echtzeit erfasst wird, brauchen wir keine kontrollierte Menge an der Pumpe. Und da gibt’s doch diese Kaffee-Thermos-Spender, die nicht den Kaffee pumpen, sondern Luft ins Gehäuse – und die drückt dann die Flüssigkeit heraus.

Damit braucht man nur einen lebensmittelechten Schlauch, der vom Boden der jeweiligen Flasche durch einen druckdichten Stopfen bis zum Glas führt. Sowie einen Anschluss, mit dem Luft oben in den Stopfen gepresst wird.

Zeit für einen Probe-Aufbau mit der Aquarienpumpe!

Und es funktioniert problemlos. Eine Förderhöhe von über 70 cm ist selbst mit der einfachen alten 3-Watt-Pumpe kein Problem. An jede Flasche dann noch ein 2-Wege-Ventil für „Aus dem Pressluft-Kreis Luft in die Flasche“ und „Pressluftkreis abtrennen, Flaschen-Überdruck ablassen“. Damit läuft nichts nach, und Sprudelgetränke können sich nicht versehentlich selbst entleeren.

Und das Glas muss auch nicht durch die Gegend fahren. Wir legen einfach die Enden alle Schläuche im Kreis zusammen, mit dem Glas in der Mitte darunter. Kompakter Aufbau, Platz für 16 Sorten Getränke mit nur einem MCP23017 i2c-Verteiler und einer Handvoll kleiner 12-Volt-Pressluft-Ventile über Logik-Level-Leistungs-Mosfets SI2302. Mit 12 Volt Hauptspannung und Step-Down für den Arduino oder gleich einen ESP8266.

Sieht nach einem Plan aus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

5 × 5 =