Ja so ein feiner Staub!

21 Jun

Schon vor einiger Zeit bin ich auf die Seite https://luftdaten.info/ gestoßen, ein Elektronik-Bastel-Projekt, bei dem Freiwillige sich kleine Luftqualität-Sensoren (maßgeblich Feinstaub) bauen und die Messwerte an die Website senden, wo sie auf einer Weltkarte eingezeichnet werden.

Der Aufbau ist ziemlich einfach: Wer möchte, kann mit einigen Steckverbindern schon ein komplett funktionsfähiges Sensorgerät zusammenstöpseln. Der im Vergleich zu anderen Sensoren recht teuere Laser-Messfühler hat mich bisher abgeschreckt, aber mittlerweile ist er in einem Preisbereich, wo ich es einfach mal wissen wollte.

Die Messwerte halten mit einem ernsthaften Gerät nicht mit (dazu bräuchte es wohl mindestens etwas Präziseres als einen einfachen Lüfter, um genauer zu werden, und die wechselnde Luftfeuchtigkeit spielt den Ergebnissen auch noch übel mit), aber sie liegen im direkten Vergleich ( siehe luftdaten.info ) wenigstens im gleichen Trend wie beim Profi-Gerät – wenn auch mit einigen massiven Ausreißern nach oben. Man kann also sagen: „jetzt ist mehr Staub als gestern“, aber „jetzt ist genau diese Menge Staub“ sollte man von einem 26-Euro-Gerät nicht erwarten …

Nach dem Testaufbau mit der im Original vorgesehenen NodeMCU mit ihrer langen Platine habe ich stattdessen die fertige Firmware auf einen kompakten Wemos D1 mini gepackt und auch gleich noch ein kleines OLED-Display mit ergänzt – nicht nötig, aber informativ. Der kleine Klimasensor für Temperatur und Feuchtigkeit DHT22 (AM2032) kam aus der Vorratskiste gleich mit dazu. Ein halbierter IC-Sockel an 3-poliger Verlängerung dient als klemmfester Verbinder, und die anderen Steckkontakte machen einen später vielleicht nötigen Tausch einfacher.

Jetzt fehlt noch ein Gehäuse
Jetzt fehlt noch ein Gehäuse

 

Frischer Wind und flache Werte
Frischer Wind und flache Werte

Während die Werte gestern abend nach dem Löten noch zwischen 20 und 30 lagen, sind sie heute schon ein ganzes Eck herunter, während draußen gerade ein sommerlicher Kälte-Einbruch mit reichlich Wind einhergeht.

Was noch fehlt: Anbindung ans Heimnetz und Eintrag in der großen Weltkarte. Aber vielleicht geht der Sensor noch etwas Wandern, daher … erstmal abwarten.

Hier zumindest schon mal ein bisschen Chronik: Klima und Staub

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