Maximum Security Gülle

15 Dez

Derzeit kränkelt das Haus, in dem meine Wohnung liegt, ja etwas an seinen Innereien, sprich Abwasserleitung. Wobei, eigentlich ist es ja nur eine einzige Leitung von vielen, die ansonsten (und glücklicherweise) getrennt voneinander ihre Dienste verrichten. Und unser Problembär wird auch glücklicherweise – soweit das Wetter mitspielt und uns nicht Regen- oder Tauwasser die Rohre am Montage-Montag mit zu viel Nässe-Last belegt – in Kürze ausgetauscht.

In der Zwischenzeit habe ich etwas improvisiert, damit nicht beim Nachhausekommen ungewollte Überraschungen warten. Overkill? Möglich. Wahrscheinlich sogar. Wer aber schon mal das volle Programm an Nachbarsfäkalien im eigenen Badezimmer hatte, kann eventuell hier nachvollziehen was mich da bewegt hat, in der Überbrückungszeit bis die Kellerrohre in neuem Glanz erstrahlen den MacGuyver auszupacken … wenn die Frage heißt: 30 Euro für Rohre, oder ein paar Stunden putzen, dann ist für mich die Antwort klar.

Bisher hält sich die suspekte Leitung jedenfalls noch ganz wacker, keine hochgespülten Fremdbröckchen in der Duschwanne am Morgen nach des Nachbars üblichen langen Waschmaschinen- und Bade-Nächten.

Nach dem Rückstau 2015 und 2016 ist damit hoffentlich das Jahr 2017 der zweiteilige Abschluss der Fäkal-Trilogie gewesen. Bis dahin aber traue ich Leitung und Nachbar nicht weiter als ich beide werfen könnte. Der Dicht-Stempel in der Dusche jedenfalls lässt mich nachts ruhiger schlafen ohne immer wieder auf die Webcam zu linsen.

Nächster Plan: Eine „kleine“ Bad-Sanierung (wird noch teuer genug) – nicht der ganz große Wurf mit Austausch der Wasserleitungen, sondern ein gezieltes Upgrade mit wasserfestem, durchgängigen, fugenlosen, verklebten Kunststoff-Bodenbelag (PVC? Linoleum? Zeit für Recherche!) auf den vorhandenen Fliesen und mit verschweißtem Sockelrand und einer Vollstufe zum Flur – ergibt eine Worst-Case-Wanne von gut und gerne 500 Litern. und wenn wir schon dabei sind, weißer Lack-Überzug für die 1980er Wandfliesen – das sollte ein helles, in Teilen sicherlich sehr „industrielles“ Bad ergeben, das auch noch enorm leicht zu reinigen ist, da durchgängig wasserabweisend – leichter jedenfalls als die sehr in die Jahre gekommene Erstausstattung und ihre angegriffenen Fliesenfugen.

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