Projekt Fotoakzentleuchte: Es zuckt!

24 Okt

Abendzeit, Lötzeit! Zumindest derzeit.

Mit zwei Sorten silberbeschichtetem Kupferdraht (preiset ihn!) ziehe ich die Strippen zwischen den gestern verlöteten Bauteilen. Zwar spät im Prozess, aber wenigstens noch, fällt mir auf, dass ich den Stützkondensator diesmal irgendwie übersehen habe. Nachdem die Bedientasten aber sowieso auf der Unterseite (bzw. später Gehäuse-Außenseite) sind, ist an der Stelle – nach hautnahem Rasieren der durchsprießenden Kontaktstifte – auch noch genug Platz für eine liegende Befestigung von großzügigen 1000 µF / 16 V in Elektrolyt. Damit’s auch zur Erinnerung schön knallt wenn man verpolt anschließt.

Nach ausgiebiger optischer Prüfung dann der große Moment: Nano einstecken, die erste Version des Arduino-Programms einspielen, LED einstecken, Hauptstrom anlegen.

Licht! Also, das Testbild nach dem Booten.

Ein Dreh am Schalter, und nichts passiert. Eigentlich sollte die Helligkeit ’rauf und ’runter wandern. Blick durch den Programmcode: Kein auffälliges Problem. Gut, den Interrupt-Code hab’ ich vom Wemos D1 mini übernommen, aber die Zuweisung auf die beiden ausschließlich nutzbaren Pins beim Nano (D2 und D3) hat mich ja schon beim Projekt Kameradolly mit Umbau-Aufwand gebissen, das habe ich mir gemerkt. Also erstmal reichlich Debugging-Ausgaben in den Programmcode, und: Nix. Meldung vom Start, Meldung, dass die Hauptschleife läuft und auf Drehen wartet, aber: nix.

Wechseln vom Rechner-Schreibtisch zum Oszilloskop-Schreibtisch. Signalt es? Es signalt. Und im Pegel auf alle Fälle ausreichend für die Situation, auch wenn der Nano dank der Schutz-Schottky-diode nur mit 4,6 V roh / 4,0 Volt nach Regulator läuft.

Zurück zum Computer, fröhlich googeln. Schließlich die offizielle Interrupt-Anleitung von der Arduino-Website. In der Summe gut eine halbe Stunde, dann:

Erleuchtung!

Das sollte ich mir endlich mal merken: Auf dem Arduino Nano lautet der Befehl nicht attachInterrupt( irgendeinepinbezeichnung, blah, BLAH ), sondern:
attachInterrupt( digitalPinToInterrupt(2), interrupt_detectedMove, FALLING );
Aber diese Funktion, die aus der Pin Nummer ... ein was-auch-immer macht, mit dem der Interrupt-Anhänger klar kommt, gehörte nicht zu meinem aktiven Wissen (siehe oben: Wemos D1 und ESP 8266) 🙁

Merke: Manchmal ist es gar nicht die Hardware. Manchmal ist es nur ein nicht richtig zugeteilter Anschluss in der Software ...

Die geplanten Voreinstellungen muss ich mir noch überlegen. Ich dachte ja, das könne man komfortabel als FastLED-Verlaufsdefinitionen im Programm unterbringen, aber meine Haupt-Liste besteht aus HSV- und nicht aus RGB-Werten. Damit ist das auch schon wieder hinfällig.

Aber das ist Feinschliff. Hier erstmal das aktuelle Endergebnis, von sich selbst dramatisch bunt ausgeleuchtet:

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