Bunter und aufgeräumter

13 Okt

Nachdem Kino- und Billard-Sympathisant Mr. J den ersten Prototypen beim Billard-Abend sah, hat er ein gewisses Interesse bekundet. Und weil mir die Version „Kabel auf Tisch legen und Glasvase drüber“ doch etwas krude vorkam, ging’s am Freitag Nachmittag durch die Innendeko- und Geschenkeläden (und 1-Euro-Läden und Gartendeko-Läden) der Stadt.

Ursprünglich war die Idee, eine Schieferplatte zu verwenden. Allerdings … Schiefer. Spröde, relativ dünn, und eine externe Steuerbox und Kabelsalat sind immer noch nötig. Außerdem waren im Laden, wo ich das letzte Mal eine runde Schieferplatte kauft, keine mehr auf Lager. Der Trend geht zum Rechteck bzw. Quadrat.

Stattdessen: Holzsockel mit einigermaßen kompatiblem Durchmesser! Sehr leicht – zumindest die Naturholz-Version, es gab auch noch eine schwarze, die schon fast metallisch klang aber nach dem Etikett trotzdem „Mischholz, China“ war.

Lieber die Leichtbauweise! Dann noch im örtlichen Männer-Supermarkt (ahem) zwei Forstner-Bohrer dem Werkstatt-Equipment hinzugefügt (habe ich auch noch nie verwendet), und los geht’s!

Der erste Versuch, mit einem 35mm-Bohrkern das Innere des Sockels zu leeren war … mühsam. Machbar, aber anstrengend, und der Bohrständer verlangte nach stetigem Nachjustieren der Halteschrauben. Stattdessen fliegender Wechsel (heiß heiß heiß aua) zum glücklicherweise auch erstandenen 20-mm-Modell.

Weniger Holz – mehr Bohrungen, aber auch schnellerer Fortschritt. Und dann noch eine neue Platine aufbauen und die Lötverbindungen und Stecker auf das Nötigste beschränkt: am Wemos Controller reichen in dem Fall eigentlich drei Pins (D1, 5V, Masse), aber aus Stabilitätsgründen bekam er trotzdem fünf. Und einige Stücke Silberdraht und Heißkleber später: Erfolg!

Zumindest im dritten Anlauf. Beim ersten Mal habe ich vergessen, die 5 Volt von der Diode auch bis zum Wemos zu verlängern. Und beim zweiten Mal schwieg die ganze Platine weil ich die Masse weder an die Verstärker-LED noch an die Buchse der LED-Leiste  gezogen hatte. Nicht mein glorreichster Moment.

Der kam dann, nachdem noch eine Querbohrung für das Kabel untergebracht war, und die neue Lampe mit 100% mehr Profi-Look sich tatsächlich zu regenbogigem Licht bequemte.

Sauber aufgeräumt. Die Lampe, nicht der Schreibtisch.

Und noch ein Kreisel-Video mit dem manuellen Kamera-Dolly rund um den neuen Sockel.

Hier alles in Bildern:

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