DDDrucken!

31 Mai

Es hat sich schon hingezogen, aber nun ist der lange gehegte Wunsch umgesetzt: ein 3D-Drucker! Nicht das größte, und ganz sicher nicht das teuerste oder neueste oder vielseitigste Modell, aber zum ’Reinschnuppern zumindest keine monströse Geldbeutelbelastung:

Weistek Ideawerk WT150

Ich verweise als Neuling zum Lachen auf diesen Testbericht, den man nicht ernst nehmen sollte: Weistek IdeaWerk WT150 - COMPUTER BILD

  • Keine Beleuchtung? Wow, das habe ich ja total vermisst bei einem offenen Gerät.
  • Nicht ohne PC nutzbar? Reden wir vom gleichen Drucker? Meiner druckt auch brav alleine.
  • Lautes Betriebsgeräusch: Ja, in manchen Fahrgeschwindigkeiten röhrt er tatsächlich vernehmlich …
  • Nur mit Hammer und Spachtel? Also … alle drei Dinge, die ich bisher gedruckt habe, ließen sich im deutlichen Widerspruch zum Gelaber der Computerbild sehr einfach und sehr komfortabel von der Montageplatte lösen. Wenn das die CB nicht schaffte, dann haben sie entweder ein anderes Modell gehabt, oder vergessen, die Montageplatte ins Gerät einzusetzen. Wenn man natürlich auf die Trägerplatte direkt draufdruckt, muss man sich nicht wundern wenn’s pappt wie sch…mieriges Plastik.

Was lernen wir daraus? Handbuch lesen. Insbesondere, weil mir die Firma Völkner das Gerät als Variante „teil-montiert“ geschickt hat. Die Stecker waren aber eindeutig, und die Anzahl der Schrauben hielt sich im Rahmen.

Richtig übel war/ist aber das Einrichten der Software:

  • Die Mac-Variante der angepassten ReplicatorG-Software lud mit satten 16 Zeichen pro Sekunde aus China, was ich aufgegeben habe. Vielleicht tut sich ja später noch mal was … http://ideawerk3dprinter.com/12.html
  • Die Windows-Software kommt auf SD-Card, aber unter Windows7 im Parallels-Emulator war nix zu machen.
  • Die aktuelle Original-ReplicatorG sieht das Gerät nicht. Außerdem warnen diverse Foren, dass man sich damit versehentlich den Drucker kaputt-flashen kann …
  • Erfolg hatte ich dann mit Windows XP in der Emulation und der Software von der SD-Card.
    • Auf den Computer kopieren
    • Den USB-Treiber installieren
    • Mit dem Einrichte-Programm die Kommunikation und Temperatur konfigurieren
    • Mit ReplicatorG/Weistek die Koordinaten justieren, und die Voreinstellungen machen (wichtig!)
    • Modell in Cinema4D passend in Millimeter anlegen
    • Exportieren nach .STL
    • In ReplicatorG rechnen lassen
    • Schreibe als .X3G auf eine SD-Karte kleiner/gleich 2 GB
    • Einstecken
    • Einschalten
    • Touchscreen drücken, Datei wählen
    • Und los geht’s!

Also … es geht, aber liebe Maker-Gemeinde: das ist doch EDV-Steinzeit, oder? Puh … na gut, hat ja auch nur 333 Euro gekostet.

Nun, hier ein paar ausgewählte Bilder vom Aufbau und dem ersten selbstkonstruierten Teil aus Cinema4D:

Über die Nacht druckte er dann brav die erste Variante meines neuen Kamera-Haltewinkels. Aber das ist eine andere Geschichte …

 

 

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