Kellerkino HD: „Pans Labyrinth“ (2006)

28 Mai

Nach einiger Zeit mal wieder Kino-Keller, leider aufgrund von terminlichen Umständen nicht in der Dreiergruppe. Da werden wir wohl den Wochentag zukünftig wechseln, damit das besser zusammengeht. Jedenfalls, unter der Annahme, dass der Abwesende den Film schon kannte (was nicht zutraf … Mist!) gab’s:

„Pans Labyrinth“ (2006)

http://www.imdb.com/title/tt0457430/

Drei Oscars bekam der Film von Autor und Regisseur Guillermo del Toro. Er ist mit Sicherheit nicht unterhaltend, sondern in seiner Mischung aus dem Nachkriegs-Spanien und den fantastischen Welten eher anstrengend. Die Hauptwetterlage ist Regen, der überwiegende Bodenbelag ist Schlamm. Die Altersfreigabe ab 16 verdient der Film sich recht schnell, wenn im Guerilla-Krieg zwischen Kommunisten und Franco-Anhängern die Verhöre mit Glasflaschen geführt werden … um die unsterblichen Worte von Waltz zu zitieren: „Da zuckt er!“ Nnngh …

Etwas enttäuschend sind die Momente, wo ansonsten kompetente Charaktere die dümmstmögliche Entscheidung treffen müssen, damit die Handlung weitergeht bzw. damit noch schnell Konflikt oder Bedrohung eingeschleift werden kann (z.B. Verhör des Hausmädchens oder die Weintrauben bei der zweiten Prüfung). Effektiv dagegen die akustische Untermalung: wenn der Sub-Bass auf die Ohren drückt, kriecht das Unbehagen direkt durchs Zwerchfell ins Hirn.

Die eindrucksvolle Bildsprache des Regisseurs für die fantastischen Elemente findet sich zwei Jahre später (2008) auch in „Hellboy 2“ wieder: Verwittertes Gestein, knorrige Bäume, skurrile Ungeheuer.

Zusammengefasst: interessant anzusehen, aber bitte kein Fantasy-Märchen à la „Labyrinth“ (Jim Hensons Film mit David Bowie) erwarten …

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