Entrümpelwoche

14 Apr

Ein Gutes hat so eine disruptives Ereignis wie ein Wasserleck in der Wohnung: Man fängt an, Dinge in den großen Korb „Kann weg“ zu legen, die sonst eher unter „Meh. Lass liegen, frisst doch nix“ rangieren.

Unter dem Gesichtspunkt sind einige eher experimentelle Einkäufe („Uii, das sieht total interessant aus, das will ich“) der letzten Jahre heute den Weg alles Irdischen gegangen, nämlich zum Recyclinghof (recht viel Pressspaniges) bzw. gespendet zum örtlichen Gebrauchtwarenmarkt. Ich muss mich einfach der Realität stellen, dass in meiner Wohnung wohl nie ernsthaft Platz für so was wie „Deko-Neonröhren“ (unbenutzt) sein wird, und zwei Landkarten und eine Spiegelkugel … neee. Zumindest hat’s mich gefreut, dass die Lampen heute schon im Markt gestanden haben (Fünf Euro! Schnäppsche!). Der Restmüll hat sie also (noch) nicht geholt. 🙂

Einige Rollen selbstgestalteter Amberger-Beach-Open-Poster (1997! Das findet nicht mal Google mehr …), die noch als Beleg-Exemplare aus meiner Zeit beim Druckhaus Oberpfalz im Keller lagen, sind recht unzeremoniell dem Altpapier anheim geführt worden. Die Daten im Archiv sind eben noch frisch, aber das Papier ist nicht annähernd so geduldig wie man oftmals meint. Und nach 15+ Jahren aufgerollt legt sich das auch nicht mehr. Selbiges traf auch die Unterleg-Kartonagen von der Bodenverlegung. Zu alt, zu weich, und die Handwerker bringen eh’ wieder eigene mit. Angenehmer Nebeneffekt: Mehr Platz! Also: Weg damit! Ein Schicksal, das auch einem ganzen Schwung von Panorama-Fotos in IKEA-Rahmen droht, denn … damals, 2001, zum Tag der offenen Tür war damit ein ganzer Flur bei meinem Arbeitgeber dekoriert. Als dann 2010 die Firma endete, … nun ja. Keller, und stehen gelassen. Aber siehe oben stehende Poster-Anekdote: Die Bilddaten sind frisch, das Fotopapier eher nicht mehr.

In die Gitterbox „Elektroschrott“ flog auch der schon Jahre nicht mehr verwendete Aristion iView. Damals, als USB grad neu wahr, konnte man damit Videos digitalisieren. Nur in 320x240, und furchtbar schlecht zwar, aber man konnte. Das war zu Zeiten von Apple G3/G4 und satten 500 MHz Takt geradezu utopisch. Weniger utopisch, aber genauso wenig in Betrieb, waren auch ein Billig-Grafiktablett, ein Anrufbeantworter, ein Autoradio vom vorletzten Gebrauchten, ein DVD-Laufwerk (ATA!) und diverses Kleinteilzeug. Ein Mikrotek-USB-Scanner harrt derzeit noch dem Urteil, ob er unter Win8 lauffähig ist. Dann entweder verkauft oder verschrottet …

 

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