Kurzer Fernseher-Besuch, oder: Hin und zurück

6 Mrz

Für ein paar Tage hatte ich nun mal einen 55-Zoll-3D-Fernseher vom ehemals einheimischen Hersteller Grundig. Der Preisverfall hat so ein ziemlich wohnzimmerfüllendes Gerät im Sonderangebot für 500 Öcken verortet, was mich nicht zuletzt wegen der einschlägigen Macken meines LG-Glotzophons bei 3D tatsächlich in Versuchung führte. Nachdem ich 20 Sekunden vor Ablauf der Aktion dann mit flauem Gefühl auf „Bestellen“ klickte, kam am Montag die leichte aber unhandliche Kiste per Paketdienst an.

Kurzzusammenfassung: Steht derzeit schon wieder zur Abholung/Retoure bereit.

Am Gerät selbst ist eigentlich nur wenig zu bemängeln. Die Größe ist schlichtweg genial, die Bildqualität – wenn man erstmal die Werte von „Präsentationsgrell“ auf „Natürlich“ heruntergeschraubt hat – ohne Tadel. Auch der Stromverbrauch von grade mal 40 Watt (bei händischer Einstellung "Hintergrundbeleuchtung 20/100") ist doch für so eine Leuchtfläche richtig sparsam.

Aber warum dann wieder zurück?

Ganz einfach: Ich wollte ein Gerät, dass 3D besser darstellt als es der LG mit seinen Passiv-Filtern tut. Zur Erinnerung: Passiv-3D arbeitet mit Filtern vor den Bildzeilen. Zeile 1,3,5,7,9,11,... 1079 sind für das eine Auge, und 2,4,6,8,10,12,... 1080 sind für das andere Auge. Oder, anders gesagt: die Hälfte bleibt übrig. Dinge wie „Sand“ oder „Schrift“ leiden darunter. Kann man drüber hinwegsehen, möchte ich aber nicht mehr. Der Dank dafür gebührt dem Kellerkino von MHH, wo dank Beamer und Shutterbrille die Filme, die wir in 3D ansahen, einfach deutlich (extragroßes D) besser wirkten. Na danke, MHH.

Auf dem Papier jedenfalls hatte der Grundig alle Anlagen, das auch zu können. Seine kleinen Brüder (40 und 47 Zoll) sind zwar Passiv-Schirme, aber der große hat Aktiv-3D. Nice. Leider hat sich Grundig dazu entschieden, die gleiche Soft- und Hardware für die Ansteuerung zu verwenden.

Obwohl sie es also nicht müsste, bügelt diese Flimmerschrankwand von Fernseher beim 3D-Betrieb genauso die halbe Bildmenge in den Orkus wie es Passiv-3D prinzipbedingt machen muss. Schräge Linien werfen grobe Stufen, feine Details sind einfach weg.

Und dafür möchte ich mein Geld wirklich nicht ausgeben. Schade. So rein als „Normalfernseher“ wäre das ein richtig nettes Ding gewesen. Aber „Normal“ habe ich ja schon.

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