Halbklangdimensionen

13 Jun

Nächster Tag, nächste Bastelstunde. Heute wollen wir die Hecklautsprecher vom Vortag endlich mal zum Schwingen bringen. Am Morgen hat sich schon das nächste Päckchen angemeldet, und damit sollte endlich Klick-und-Klang möglich sein.

Ja von wegen.

Anstelle der Adapter war heute ein Ersatzteil für ein Faxgerät im Überraschungskarton. Na super. Aber eines Tages!

Der Nachmittag (neben Mittagsstammtisch und Kaffeekränzchen) brachte dann drei weitere Enttäuschungen: Im örtlichen Kfz-Zubehörhandel bekam ich in folgender Reihenfolge diese Auskünfte:

  1. Beim Generika-Händler: „Das ist ein Systemstecker, wenn er nicht im Katalog ist, haben wir den auch nicht als Ersatzmaterial.“ Tja. Das Gegenstück gibt’s an jeder Straßen- und Internet-Ecke, aber den Stecker tatsächlich nirgends.
  2. Beim Original-Händler: „Den Stecker gibt’s nur als Bestandteil eines kompletten Kabelbaums. Welche Ersatzteilnummer hat der denn?“ Oh ja. Ein Ersatzteil für mmfzig Euro nur um einen einzelnen Stecker zu kriegen. Toll.
  3. Beim nächsten Generika-Händler: Geschlossen ab 17 Uhr. Upps.

Ich werde am Samstag wohl versuchen, auf einem Schrottplatz bzw. beim Schrottverwerter einen alten Opel zu finden, bei dem ich den Stecker plus Kabelpeitsche einfach aus dem Armaturenbrett zwicken kann.

In der Zwischenzeit — und weil auf der rechten Seite sowieso nur ein eigenes Kabel mit provisorischen Kabelschuhen angeklemmt ist — bringt der beherzte Einsatz des Seitenschneiders und ein Satz von Kabelklemmen das Tonsignal bis zum neuen Lautsprecher. Weil ja passendes Steckermaterial und ca. 2 Meter Kabel im Paket dabei sind, ist das problemlos. Und tatsächlich: Musik von hinten! Leider etwas schwachbrüstig für die große Membran … was ist da los?

IMG_20140613_210358_webNochmal den Seitenschneider, und die Zuleitung ist jetzt nur noch 30 cm lang. Jetzt entwickelt das System schon deutlich mehr Wumms. Hier die Ursache: links das mitgelieferte Kabel (wohl sowas wie 0,14 mm2),  rechts zum Vergleich mein Standardkabel mit 0,75 mm2 (und das ist immer noch eine Dicke, über die ernsthafte Dröhnschmiedenfahrer nur lächeln). Da bleibt einfach zu viel als Wärme auf der Strecke.

Solch eine lupenreine Klingellitze überhaupt als Beilage für einen 20-cm-Lautsprecher in Betracht zu ziehen, ist schon drollig. Oder es erfüllt metaphorisch die Konnotation von „Renegade“ (dem Herstellernamen): Abtrünniger, Ketzer, Abweichler 🙂

Zumindest aber ist der Gesamtklang im Auto schon deutlich ausgewogener.

So, wenn dann bitte morgen der Adapter für links noch kommen würde …

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