Ab dafür

24 Mai

So, das war’s nun: der Nissan ist verkauft, an einen Amberger Gebrauchtwagenhändler, der nach etwas Hin und Her so viel geboten hat wie der regionale Restverwerter. Dialog: „100 Euro. Bar.“ – „Nö. Beim X krieg’ ich fürs Verschrotten schon 140.“ – „120.“ – „Nö. Beim X krieg’ ich fürs Verschrotten schon 140.“ – „130. Das Abmelden kostet ja auch schon 10 Euro.“ –  „Nö. Beim X krieg’ ich fürs Verschrotten schon 140. Und der meldet den wohl auch ab. Ich kann’s ja mal ausprobieren und komm’ dann nächste Woche nochmal vorbei.“ — „Na gut, 140.“

Vielleicht kriegt der Wagen ja noch eine zweite Chance und jemand setzt sich mit Schweißgerät und Ersatzteilen hin, um ihn wieder TÜV-tauglich zu machen. Oder auch nicht. Vielleicht schau ich ja in zwei Wochen mal vorbei, ob er nun mit einem neuen Etikett auf dem Schnäppchenplatz steht. Wenn jemand anderes nochmal zwei Jahre herausholen kann, bin ich ihm nicht neidisch. Mir waren die von der Werkstatt angekündigten 1000 Euro fürs Flicken dann einfach zu teuer.

Nur so zur Erinnerung an die Zeit …

  • die Bremsen waren mal fällig, ein eher unspektakulärer Vorgang.
  • Manchmal mochte er nicht so recht anspringen, als ob der Anlasser nicht in das Hauptrad einspurte. Hoch tourend lief der E-Starter dann leer durch. Im zweiten oder dritten Anlauf kam dann aber doch noch der „Klack“ und dann ging der Motor auch anstandslos an.
  • Interessanter war, als der Mitteltopf spontan abrostete (kerniger Sound), und ich dann bei ATU auf der Bühne mal sehen konnte, wie der Abgasstrang verlegt ist, nämlich mit ein paar unerwarteten Krümmungen über der Hinterachse durch … wer kommt denn auf sowas?
  • Dass die Kupplung immer extrem spät auf dem Hebelweg kam, habe ich damals als Zeichen kommenden Verschleißes aufgefasst und mir die letzte bei ATU zu kriegende Nissan-Kupplung auf Reserve gelegt. Nun ja. Im Rückblick nun eine unnötige Ausgabe, weil über die ganze Betriebszeit nur ein einziges Mal beim Anfahren kein Kraftschluss zustande kam. Mal sehen, ob vielleicht da bei Ebay noch was geht.
  • Die Musik-Anlage war OK: zwei kleine Quietscher in der A-Säule, zwei ordentliche Lautsprecher in den Vordertüren und tatsächlich in der C-Säule auch noch zwei Schallwandler für die Rücksitze. Auf denen nie jemand saß.
  • Die Klimaanlage kühlte. Ansonsten gab’s nichts dazu zu sagen.
  • Ganz am Anfang ist auch die Lagerung vom linken Scheibenwischer gebrochen, was dann die Firma Hajek kulant mit Hartkleber wieder hinbekommen hat. Aber erstmal da ’rankommen – ich habe die Mechaniker nicht beneidet.
  • Bei Regen gab’s gelegentlich Pfütze im Fußraum. Wenn man die Lüftung hochdrehte, kam deutlich Wasser nach. Spiegel und Taschenlampe brachten leider keine echte Klärung, aber mit einem Schwamm auf der Gummifußmatte war das ein beherrschbares Problem. Es schien sich Wasser in einer Kuhle der Lüftungsleitung zu sammeln und durch einen Schraubenöffnung zu lecken.
  • Im ersten Frühling gluckerte es im Beifahrerbereich beim Anfahren und Bremsen. Das stellte sich dann als eine verstopfte Ablauföffnung heraus, bzw. dass Wasser im Zwischenraum des Unterbodens zwar irgendwo von oben eintrat, aber nicht mehr hinaus konnte, und dann vor und zurück strömte. Wurde von der Firma Hajek durch Aufbohren behoben, wobei sich da auch bestimmt der Mitarbeiter bedankte, dem dann die aufgestaute Rostbrühe entgegenkam …

Na gut, so im Rückblick … war interessant, aber jetzt ist es vorbei. Vielleicht besser so. Vielleicht vermisse ich bald Klimaanlage und elektrische Fensterheber und das Soundsystem.

Zum Abschluß von 18 Monaten hier noch mal ein paar Fotos vom Mittwoch und vom (nicht ganz) Endkilometerstand 81000. Ist tatsächlich im Hof aufgegangen …

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