Kellerkino: „Constantine“ (2005)

9 Feb

Nach Pause in der letzten Woche ging’s wieder in den Keller von Mr. J, und als DVD-Konserve ging es woah, eeepisch! zur Sache:

„Constantine“ (2005)

http://www.imdb.com/title/tt0360486/

Die Handlung in Kürze: Keanu Reeves spielt einen todkranken von außersinnlicher Wahrnehmung geplagten Exorzisten, der sich sein Seelenheil durch Dämonenjagd noch schnell verdienen will. Ansonsten Engel auf der einen und Teufel auf der anderen Seite, Weltuntergang am Horizont und die gut/böse-Verteilung ist nicht ganz eindeutig. Interessantes Design, Comic-Verfilmung, es rappelt ordentlich. Popcorn-Kino eben, aber sehr straight in Szene gesetzt und die humorigen Einlagen ergeben sich eher beiläufig aus Reeves’ lakonischen Verbalspitzen (im Gegensatz zu manchen aktuellen Comic-Umsetzungen, die sich gelegentlich etwas zu sehr um Witzischkeit mit dem Holzhammer bemühen).

Gegenüber Neo aus Matrix hat sich Reeves’ Schauspielerei nicht wirklich geändert, bzw. die Anzahl seiner Gesichtsausdrücke. Was hier gut zu seiner Rolle als zynischem Hartei, der alles schon mal gesehen hat, passt. Als Sidekick sehen wir einen sehr jung wirkenden Shia LaBeouf und eine gewohnt dekorative Rachel Weisz (aus Mumie 1+2). Von Tilda Swinton (gewohnt androgyn und ätherisch) abgesehen waren mir die anderen Darsteller nicht bekannt, machen ihre Sache aber gut. Besonders Peter Stormare (den kannte ich auch nicht, musste nachblättern) in seinem Schluss-Auftritt als Luzifer frisst praktisch die wenigen Szenen, die er hat, in bester Joker-Manier.

Über die Gesamtqualität der Effekte will ich mich noch nicht übermäßig auslassen, ich warte noch auf die Blu-Ray um das beurteilen. Auf DVD sieht's jedenfalls ordentlich aus, in den Möglichkeiten des Budgets und von 2005 gibt's da nix zu meckern.

Metaphysischer Film noir, ordentlich gemacht.

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