Heimkino-Doppelpack: „Walhalla Rising“ (2009) und „Resident Evil: Retribution 3D“ (2013)

14 Jul

Da lag doch noch ein Zeitungs-Gutschein herum, von der örtlichen Drogeriemarktkette, welche auch ein Stockwerk voller Mediendatenträger anbietet. Und in der Grabbelkiste gab’s ein paar Dinge für Vierneunundneuzig, insbesondere eines, das mir von einem Kollegen empfohlen wurde:

„Walhalla Rising“ (2009)

http://www.imdb.com/title/tt0862467/

Ich wusste ja gar nicht, dass er mich hasst.

Na gut, das war jetzt für den komödiantischen Effekt. Denke ich. „Walhalla Rising“ ist jedenfalls kein Film, zu dem ich ins Kino gegangen wäre. Womit ich ihn am ehesten vergleichen kann ist „Aguirre, der Zorn Gottes“ von Auteur Werner Herzog.

„Walhalla“ ist langsam. Laaaaaangsam. Das war eindeutig eine bewusste Entscheidung, aber … laaaaangsam. Und mysteriös. Vielleicht. Manchmal auch einfach nur für mich hermetisch. Ein Wikinger-Krieger, der als Sklaven-Kämpfer gehalten wird, befreit sich. Schließt sich dann bekehrten Wikingern an, die auf den Kreuzzug wollen. Alle landen in Amerika. Alle sterben bis auf den Jungen, der ihn begleitet. Ende.

Klingt nach Action? Ach nööö. Überwiegend laufen eine Handvoll Leute durch unberührt-karge, abweisende Landschaften, sprechen wenig bis gar nichts (Hauptdarsteller) und verschwinden nach dem Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip (wie heißt das eigentlich politisch-korrekt?). Zwischendurch liegen sie lethargisch auf dem in-Nebel-und-Flaute-liegenden Boot. Dann landen sie vielleicht in Amerika. Ziemlich wahrscheinlich sogar, denn das würde die Indianer am Schluss erklären.

Der Soundtrack ist Naturklang, oder auch mal dissonantes Instrumente-Gewitter. Zwischendurch werden die Kapiteltitel des Films eingeblendet, in Helvetica und weiß auf Schwarz. Immer irgendwas bedeutungsschwangeres, wie „Zorn“ oder „Hölle“ oder „Das Opfer“. 

Wie erwähnt: Vielleicht liegt da eine tiefere Intention drin, aber die kam bei mir nicht an. Siehe: hermetisch. Man schaut sich’s 1 Stunde 32 an, und dann hab’ ich’s ins Regal gestellt. Für 5 Euro war’s mal eine Erfahrung.


 

„Resident Evil: Retribution 3D“ (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1855325/

Recht viel weniger rätselhaft als Resident Evil kann man nicht werden, insbesondere in der vierten Fortsetzung: Die Zusammenfassung lautet pauschal „Jovovich im Lederanzug macht Dinge platt.“

Das 3D ist richtig gut, nichts von blah-nachbearbeitetem Billig-Zeug. Die diversen Ekelmonster sind gut integriert, und ansonsten erschöpft sich der Film im Rennen und dem Austausch von Munition und/oder Kloppe. Nicht nachdenken, Popcorn kauen. Irgendwann endet der Film mit Cliffhanger (nicht dem von Stallone), und dann Abspann. Dann is’ aber auch gut.

Michelle Rodriguez kommt auch vor, sie spielt wieder mal ihre eine Figur, die sie in allen Blockbustern bisher gegeben hat: Tough Chick mit Träger-T-Shirt, stirbt im weiteren Filmverlauf. Das ist ja mittlerweile nicht mal mehr ein Spoiler.

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