Kellerkino: „Lockout“ (2012)

17 Mai

Nicht am üblichen Donnerstag-Heimkinoabend, sondern des Gastgebers zuliebe verschoben auf den Freitag, gab’s:

„Lockout“ (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1592525/

Den hatte ich ja schon mal im Kino abgekriegt. Da litt er darunter, nach Avengers die zweite Vorstellung des Tages gewesen zu sein. Aber für sich alleine als Tagesbeschließer hebe ich meine Beurteilung vom letzten Jahr nach oben und sage jetzt:

Hach. Schööön. Dumm und laut und geklont, aber Schööön.

Man kann sich direkt die erste Besprechung vorstellen:

Ein Konferenzraum. Auf der einen Seite des Tisches ein vage europäisch aussehendes Produktionsteam, auf der anderen Seite Schlipsträger mit Aktenkoffer.

Investor: „Also, genau wie „Die Klapperschlange“.“

Autor: „Nein! Absolut nicht! Weil … ja. Eigentlich schon. Aber … (dramatische Pause) im Weltraum!!!

Investor: „Weltraum.“

Autor: „Und der Held spricht nur in sarkastischen Einzeilern!!!

Investor: „Wie soll das gehen?“

Autor: „Es ist 2012. ALLES GEHT!

Investor: „Brilliant!“ (wirft alles Geld in Richtung Produktionsteam)

Anders kann ich mir diesen Film nicht erklären. Größer als mit Lockout kann man das B in B-Movie nur schwerlich schreiben. Und aus welchen Gründen auch immer, als Krachwumm-Popcorn funktioniert dieser Film einfach traumhaft. Es ist als ob man sich 90 Minuten von reinstem Klischee ’reintut, und ich habe keine Minute davon bereut. Praktisch nichts in diesem Film ergibt irgend eine Art von Sinn, angefangen von der hanebüchenen Plotte über sowas nebensächliches wie Physik oder Realismus bis hin zu intellektuellem Kram wie Charakter-Entwicklung etc.

Stattdessen wird gerannt, gekloppt, ge-sarkastet und gelegentlich explodiert etwas.

Wie gesagt: Im passenden Kontext Schööön.

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