Doppelfilmtag: „Konferenz der Tiere 3D“ (2010) und „Iron Man 2“ (2010)

3 Mai

Bei der örtlichen Elektrohandelskette ist im Mai noch 3-Bluray-für-21-Öcken-Aktion, und da sind ein paar nicht mehr ganz frische Filme in den Einkaufskorb gefallen. Den Freitag Nachmittag hat mir eine deutsche Produktion bebildert, und zwar

„Konferenz der Tiere 3D“ (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1620449/

von der Constantin. Erich Kästners Buch ist mir gänzlich unbekannt, aber der Film gleichen Titels ist ein klassisch-kinderorientiertes Öko-Märchen mit großem nationalen Sprecher-Aufgebot. Das Making-Of zeigt eine ganze Menge sehr bekannter Gesichter, wobei deren Sprecher-Talente erfreulicherweise dem Film zugute kommen und nicht ihre üblichen Bühnen-Charaktere in den Film durchschlagen.

Was mich sehr beeindruckte, war das absolut referenzverdächtige 3D. Von den Landschaften über die exzellente Tiefenstaffelung bis zur Kameraführung und gelegentliche gut genutzte Pop-Out-Effekte, hier passt alles und ist mir nichts störend aufgefallen. 

Das Humor-Niveau ist der Alters-Freigabe (ab 6) angemessen. Gelegentliche Schmunzler für die ältere Generation sind mit dabei, aber die meisten Gags sind so filigran wie ein Holzschnitt mit dem Presslufthammer. Die Cartoon-Stilisierung hält sich die Waage mit den naturalistischeren Elementen, und die Musik-Auswahl greift in die 60-er bis 90-er anglo-amerikanische Pop-Ecke. Ein paar Takte oder ein Refrain aus dem Fundus bekannter Hits, eingesetzt mit vagem Szenen-Bezug sowie gelegentliche (knirsch) Gesangs-Einlagen zum Strecken der Laufzeit oder als Fingerübung für die Animations-Techniker haben sich wohl absolut nicht vermeiden lassen, wobei dankenswerterweise wenigstens nicht eingedeutscht wurde.

Auf der IMDB hat das englischsprachige Publikum dem Film eine veritable Klatsche mit unterdurchschnittlichen 4,7 Punkten (von 10) verpasst. So hart würde ich ihn (besonders mit Blick auf das blitzsaubere 3D-Bild) nicht unterbuttern wollen. Das manche Szenen aussehen wie 1:1 aus dem vier Jahre vorher in den Kinos erschienenen „Ice Age 2“ bzw. manches Figurendesign wie aus dem zwei Jahre vorher aufgelegten „Horton hört ein Hu“ gekl…opiert kann aber wirklich auch der wohlwollendste Betrachter nicht in Abrede stellen.

Zielgruppe: „Familienfilm“, Öko-Träumer oder Leute, die für (schon erwähnt?) echt gutes 3D auch mal flachere Film in den Player werfen.

 

Nach unerwartetem Textchat dann noch ein Abendfilm mit Pizza + Chips in fast leerer Wohnung bei Mr. MHH und mit Beamer-Aufbau on the fly. Auf Wunsch des Gastgebers gab’s

„Iron Man 2“ (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1228705/

Das müsste in meiner Film-Historie das 3. oder 4. Mal gewesen sein, so dass ich anscheinend seit dem ersten Kinobesuch im Schnitt 1x jährlich über diesen Film stolpere. Dass auch dann noch die knapp 2+ Stunden des Films nicht wirklich langweilig werden, sagt entweder eine Menge über den Film oder meinen Anspruch an Berieselung aus … Technisch gibt sich die Blechklopperei perfekt, was man aber ja insbesondere für den Riesenhaufen GeldTM, den Marvel & Paramount hingelegt haben, auch ruhig erwarten kann. Erreicht aber nicht ganz den Unterhaltungswert des ersten Films, denn hin und wieder fühlt sich der hyperkinetische Krawumms, den Regisseur Favreau auf die Leinwand bläst, etwas überfrachtet an. Bin gespannt auf Teil 3, der morgen auf dem Kino-Plan im überregionalen Multiplex steht.

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