Fliegender Kamera-Wechsel

20 Apr

Beim Orgelkonzert letztes Wochenende hat sich die Pocket-Knipse von Canon (SX130is) mal wieder der dedizierten Videokamera von Sanyo als deutlich überlegen dargestellt, und als ich über die Preissenkung für das nachgefolgte Modell (SX150is) in den zweistelligen Bereich gestolpert bin, habe ich mit Blick auf das heute abend anstehende Bauerntheater dann doch noch am Sonntagabend zugeschlagen. Gewohnt schnell traf Anfang der Woche das diesmal in Silbergehäuse gepackte Schnäppchen ein und hat prompt seinen Einstand versaut: Bestückt mit frisch geladenen Akkus, kam trotzdem sofort „Batterie wechseln!“ Was mir vorher nicht aufgefallen ist, war noch erschwerend auf der Minus-Liste: Die SX 150 hat keinen Anschluss für externe Stromversorgung. Nun ja, „irgendwie“ schon: Es gibt eine kleine Plastikklappe am Batteriefach, durch die ein Kabel an einen Adapter, der aussieht wie zwei verklebte AA-Zellen, angeschlossen werden kann.

Also … selbigen Adapter im Nachbau nachbestellt. In der Zwischenzeit etwas herumprobiert, und die Striche auf der Minus-Liste werden mehr und mehr. Zoom während der Video-Aufnahme? „Ihre Batterie ist leer!“ Klack, und aus. Nur so als Gegenprobe: Batterie aus der SX150 in die SX130 gesteckt, und mal eben noch 80 Minuten weitergefilmt. Aha. „Leer.“ Jaja.

Dann also Verzicht auf Zoom. Und siehe da: Zwar mit permanentem Blinken des „Hilfe! Strom!“ Markers in der linken oberen Ecke, aber auch die SX150 füllt treu und brav Gigabyte um Gigabyte in die SD-Card. Was ja für eine überwiegend statisch Aufnahme einer Theaterbühne auch ausreichen würde. Wenn, ja wenn nicht nach dem Wechsel der SD-Card der Monitor auf der Rückseite nur noch reinweiß angezeigt hätte. Die Kamera stellt scharf, löst auch aus, das Objektiv fährt ein und aus, aber es gibt kein Feedback mehr. Nur noch weiße Fläche.

Das Internet sagt: „Da ist der Kontakt zum Monitor abgefault. Da kannst du gar nix machen.“ Das Krankheitsbild „schlechte Kontakte“ passt auch so rein überlegungsmäßig zum permanenten Batterie-Warnen. Also online, Retouren-Schein auswählen, und auf das Beste hoffen. Denn, und das will ich hier auch nicht ungesagt lassen, die Aufnahmequalität solang’s ging war auf sehr gutem Niveau. 720p30 ist natürlich nicht die Wunschzahl für die HDTV-Junkies, aber zum Nachbearbeiten und als Quellmaterial für einen Mitschnitt für Leute, die noch DVDs brauchen, ist das ein sehr guter Kompromiss. Auch sehr schön: die Möglichkeit, mehr als 9:59 am Stück aufzuzeichnen (Limit ist 4 GB je Datei, das sind so ca. 26 Minuten), und auf Wunsch mit höherer Datenrate im „iFrame“-Format (Wikipedia sagt, iFrame wäre Einzelbildkompression mit 960x540 statt 1280x720, aber die importierte Datei hat genauso 720p30 wie eine „nicht-iFrame“ – wer weiß, welche Spezifikation da mal wieder am Start war…).

Heute kam dann auch schon die Ersatzlieferung (Austausch, gleiches Modell) zeitgleich mit dem Netzteil mit dem siamesischen Pseudo-Akku-Zwilling, und siehe da, diese Kamera beschwert sich nicht über die Akkus und zeigt auf der Rückseite auch was sie soll. Also auf ein Neues …

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