Heimkino 3D (re-)visited: „Pacific Rim“ (2013), „Findet Nemo“ (2013), „Underworld – Blood Wars“ (2016), „Der Marsianer“ (2015), „Die Insel der besonderen Kinder“ (2016)

5 Aug

Eine ganze Reihe Filme, die ich schon seit geraumer Zeit auf meiner Wunschliste von „Will ich in gutem 3D sehen“ hatte, bekamen letzte Woche urplötzlich grassierenden Preisverfall, daher gab’s das eine oder andere Päckchen aus dem Versandhandel in der Packstation. Hier die lange Zusammenfassung der letzten Abende:

„Pacific Rim“ 3D (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1663662/

Das ist der Film, der in 3D so richtig gut daher kommt. Alles wirkt viel größer, viel lauter, viel bunter und so viel mehr bumm. Warner Brothers kann man hier nur wieder das gleiche abgewixte Marketing-Spiel vorwerfen: Die Blu-ray kommt solo daher, es gibt für den normalerweise Vollpreis also nur die 3D-Scheibe, und die enthält nur den Film. Keine Extras, keine 2D-Version, nur eine blaue Hülle und eine Blu-ray, die zwingend einen 3D-Player voraussetzt. Damit haben sie sich ja auch bei „Lego Batman Movie“ so richtig beliebt gemacht: Wer auch die Extras haben will, muss sich den Film zwei Mal kaufen.

Zum 3D: Minimale Abzüge in der B-Note für einige wenige Szenen, die in der nachträgliche räumlichen Konvertierung naturgemäß den Retuscheuren den Angstschweiß auf die Stirn treiben: Nebel, dichter Regen, Staubwolken, und Schauspieler auf spiegelndem/nassen Asphalt. Da sieht man manchmal, dass korrekte Tiefenwirkung sich eben nicht immer erzeugen lässt, indem man das Kinobild auf nachgebaute 3D-Modelle klebt. Aber dafür: keine Doppelbilder, sehr gute Helligkeits-Abstimmung insgesamt (auch bei den Nacht-Szenen) und brüllend bunte Roboter-vs-Riesenmonster-Haudrauferei. Bisschen dämlich, aber knalliges Popcorn.

„Findet Nemo“ 3D Re-Release (2013)

http://www.imdb.com/title/tt0266543/

Zum 10-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung 2003 hat Pixar/Disney im Jahr 2013 die Unterwasser-Odyssee noch einmal in 3D herausgebracht. Natürlich noch mal zum Vollpreis, aber nur drei Jahre später gab’s den Doppelpack (3D+2D) für grade mal 12 Euro, das war’s mir wert den Film nochmals ins Regal zu stellen, nur für’s 3D. Und was für 3D. Hier wäre ich glatt dafür, die Altersfreigabe von 0 anzuheben, denn die Raumwirkung ist hier blitzsauber und macht einige Szenen gleich noch einmal um ein paar Rasten am Regler intensiver. Ich spreche hier natürlich von Bruce, dem bemüht-vegetarischen Hai, und unser aller Liebling dem namenlosen Tiefsee-Anglerfisch. Insgesamt sind die prozeduralen Details eine Augenweide (Schuppen, Schwebeteilchen, Oberflächenstruktur), und das 3D funktioniert – wen wundert’s, kommt ja eh’ alles aus dem Computer – auch bei Glas (Aquarium usw.) und Transparenzen immer perfekt.

„Underworld – Blood Wars“ 3D (2016)

http://www.imdb.com/title/tt3717252/

„Auch mal gesehen“ ist meine Zusammenfassung. Das nachkonvertierte 3D ist von der durchschnittlich-bis-traurigen Machart, die Handlung fällt gegenüber dem Vorgänger mit seinem recht ambitionierten Semi-Scifi-Setting deutlich ab und die wohl budgetbedingten Ermüdungserscheinungen an allen Ecken und Enden lassen hier nur einen unterdurchschnittlichen Action-Reißer übrig, den man nicht mal einmal gesehen haben muss. So endet wohl endgültig die 13-jährige Filmreihe. Vielleicht besser so.

„Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ 3D (2015)

http://www.imdb.com/title/tt3659388/

Beim ersten Mal letztes Jahr im Keller bei MHH gab’s den Film in 2D, aber wie eingangs erwähnt: Preisverfall, daher habe ich ihn mir noch mal in räumlich und im Originalton angesehen. Recht gutes nachträgliches 3D, auch wenn in einigen Szenen die Landschaft ein unstimmiges Eigenleben zu zeigen scheint. Und: wenigstens hat jemand darauf geachtet, dass in den „Video-Tagebuch“-Szenen eben kein 3D sein sollte. Immer noch ein Film, der mich trotz der Überlänge und beim zweiten Ansehen wieder keinen Moment gelangweilt hat.

„Die Insel der besonderen Kinder“ 3D (2016)

http://www.imdb.com/title/tt1935859/

Filme von Tim Burton interessieren mich generell immer, auch wenn ich nicht sehr aufmerksam bin, was die Werbung dafür angeht. Ich glaube mich zu erinnern, dass mich Blog-Kollege SMD darauf hingewiesen hat? Jedenfalls, Rabattwoche etc., also nun endlich den Film erhalten.

Die „Burton-heit“ ist von Anfang bis Ende spürbar, die Bildqualität ist gut bis sehr gut, das 3D ebenso, nur die alten Perfektions-Feinde „Rauch/Nebel“ und „Glas“ machen sich gelegentlich bemerkbar, wenn man auf so was pedantisch achtet (mea culpa…). Das Thema gibt Burton jedenfalls jede Menge Gelegenheit, in seinen morbide-grotesken Bildern und Figuren zu schwelgen, und die Darsteller (gerade die Kinder-Darsteller) machen ihre Sache gut, sogar sehr gut.

In der Zusammenfassung würde ich es „Tim Burton’s Akte-X-Men-Kids-Dr.-Who-Fan-Film“ nennen. Und das ist schon mal (zumindest für mich) völlig ausreichend, um „Daumen hoch“ zu vergeben.

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