Neues Osterfon und Simcard-Chat-Eierei

13 Apr

Nachdem sich mein bisheriges Mobilfon trotz einiger Versuche mit Firmware-aufspielen dann entschloss, beim Startvorgang dauerhaft mit dem Hersteller-Logo hängen zu bleiben (wobei das Boot-/Firmware-Menu und "Auf Werkseinstellungen" erreichbar waren), wurde es doch Zeit für ein neues.

Nachfolger des französisch-chinesischen Regenbogens (Wiko Rainbow) wurde aufgrund eines Tipps von einem Mit-Blogger diesmal ein Spanier („Designed in Spain. Made in China.“), und zwar das bq Aquaris X5 (ohne Plus). Das erfüllte die Vorgabe „unter 200 Euro, 2 GB RAM, Gyro, IPS“ mit dem zusätzlichen Bonus von „5 Jahre Garantie“.

Erster Eindruck: Relativ dünn, Software ziemlich Standard-Android (6.0), Hersteller bietet (erstem Anschein nach) auch guten Update-Support, sogar inkl. Alternativ-Firmware wie Cyanogen. Sollte also hoffentlich nicht so schnell dem „nö, kein Bock auf Updates“ diverser anderer Hersteller anheim fallen (mein Wiko wurde auf Kitkat 4.2 zurückgelassen – schnief).

Der Lieferumfang ist im Wesentlichen: Gerät, ein Kabel, Anleitung, eine Slot-Nadel. Keine anderen Beilagen (Hersteller: „Ladegeräte hat doch jeder schon genügend herumliegen“.

Erstes Update sprang nach einem 1-GB-Download dann auch auf 6.0.1, inklusive all der Spassigkeit mit SD-Karten und Schreibberechtigungen und so weiter. Mit 32 GB Flash onboard ist aber ausreichend Platz für alle meine Apps (bin nicht so der Sammler), und meine 128 GB microSD hat das Gerät auch klaglos akzeptiert und dudelt fröhlich Musik ins Autoradio.

Auch schön: Das Gerät hat einen Gyro. Also: Panoramen mit Neigen/Schwenken steuern ist nun endlich möglich. Zeit, sich mal so eine Cardboard-Brille zu besorgen.

Der Kompass funktioniert auch endlich mal auf die Art und Weise, wie man sich einen Kompass so vorstellt (Hallo, Wiko, so geht das).

Leider passt nur noch Nano-Sim in den seitlichen Einschub des Geräts (dafür auch wieder Dual-Sim-Slot), und mein erster Versuch mit Tapeziermesser und Schablone brachte zwar die passenden Außenmaße, aber nicht die nötige Dicke – respektive Dünne – an meine mittlerweile eine halbe Dekade alten Sim-Karte. Also: Pech.

Außerdem ist Gründonnerstag. Morgen ist Feiertag. Pooh. Ich will aber Datentarif im Händi, wenn ich schon ein zweites Mit-alter-Nummer-Fon übergangsweise mitnehmen muss. Also: schnell zum Drogerie-Discounter, und für 4 Euro 52 eine Triple-Sim mit 10 Euro Startguthaben (Ja. Nicht drüber nachdenken.) und ab ins neue Gerät. Ich hätte dann gerne mal nur den 500 MB Datentarif, und … ah. Ach so. Das ist ein „Starter-Paket“. Was bedeutet: automatisch habe ich nun für 30 Tage 100 Minuten frei, 300 SMS und 300 MB. Do not want. Also erstmal alles wieder abbestellen. Was nicht geht, weil es gerade (Freischaltung und so) noch im Aktivierungsvorgang steckt. Zumindest über die nächsten zwei Stunden erreichen aber alle drei Optionen den gewünschten Zustand von „Jetzt darfst du klicken“ und kurz darauf auch „Endet am 14. Mai“. Puh. Und zum richtigen Benutzer ist die zweite Nummer auch zugeordnet. Na dann. Wenigstens etwas. Meine Rufnummer hängt aber natürlich nach wie vor auf der ersten – zu dicken – Mini-Sim.

Na gut, sauerer Apfel und so, daher Aufruf des Telefonie-Anbieters Homepage: Bestelle Ersatz-Sim.

Erste Hürde: „Oh, du hast einen Mobil-Browser. Lass mich das Layout umstellen damit du angenehmer scrollen kannst.“ Ja danke, unbekannter Webdesigner. Und wo ist der Menupunkt „Tausch-Sim bestelle“ hingekommen? Wenigstens reichte das Häkchen „Desktop-Version“ in den Browser-Voreinstellungen, um hier wieder Feature-Vollständigkeit zu erreichen (bei erwartet winziger Schrift).

Zweite Hürde: „Oh, die Ersatzkarte kostet 15 Euro. Deswegen muss auf deiner Prepaid mindestens 20 Euro vorhanden sein.“ Bidde wie? Also … erstmal aufladen. Ah. Karfreitag. Also erstmal mit dem Car zur Tanke, und für beide Karten das Guthaben aufpusten. Damit funktioniert auch die Nachbestellung, aber – Osterwochenende. Da wird erstmal nix passieren.

Hm, da gibt's ein Angebot für Bestandskunden: 750 MB für 8 Euro. Na gut, Platz für sowie eine zweite Sim sind beide vorhanden. Warum nicht.

Dritte Hürde: Trotz der Anleitung „Klicke hier, klicke da“ bleibt mein Bestandskundenwarenkorb recht persistent mit 30 Euro Bereitstellungsgebühr hängen, die laut Anleitung da gar nicht hingehört.

Seufz.

Also: Service-Chat. Der erste Chat-Mensch erklärt mir, dass ich das nicht im Support- sondern im Kunden-Chat (oder war’s umgekehrt?) fragen muss, und schickt mir auch gleich die URL die ich mittlerweile auch gelesen habe. Upps.

Im nächsten Chat: Freundliches Wort-verschicken, bis plötzlich: „Chat unerwartet beendet.“ Seufz. Nochmal anfangen, natürlich anderer Gesprächspartner, nochmal von vorne, Kundennummer, Mail-Adresse, und … Chat unerwartet beendet.

Nö, jetzt ist gut. Das werd’ ich lieber nächste Woche telefonisch klären … vielleicht bin ich ja als Prepaider kein echter Bestandskunde? Oder Ostern? Es bleibt jedenfalls erstmal (schl-)eierhaft.

Update: Die Sim-Karte ist schon mal unterwegs. Schön.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

12 − sechs =